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„Hand-Werk“ im MichaelisQuartier
Verlagshaus Olms-Weidmann

(Stadtteilzeitung MQ Mai 2014 - Redaktion)

In der Vortragsreihe „Hand-Werk im MichaelisQuartier“ präsentieren verschiedene Einrichtungen im Stadtteil ihr „Hand-Werk“. Nachstehend wird über das Verlagshaus Olms-Weidmann (Hagentorwall 7) berichtet.


Wer den Sitz des Verlagshauses Olms-Weidmann betritt, findet sich in einer anderen Welt wieder: in der Welt der Bücher. Die deckenhohen Regale voller Zeugnisse der verlegerischen Arbeit verschaffen dem Haus am Hagentorwall eine anheimelnde Atmosphäre.

Der Besucher merkt, dass hier ein ganz besonderes Handwerk gepflegt wird – und das schon seit Generationen im Familienbetrieb:
Nach einer Ausbildung zum Buchhändler übernahm der Verleger W. Georg Olms 1953 die elterliche Buchhandlung, aus der 1958 der Georg Olms Verlag hervorging. Spielten zu Beginn Reprints wissenschaftlicher Standardwerke die Hauptrolle, so hielten nach und nach wissenschaftliche Erstveröffentlichungen, insbesondere zu den Geisteswissenschaften und Geschichte der Medizin, Technik und Naturwissenschaften Einzug in das Programm. 1983 wurde Olms die 1680 gegründete Weidmannsche Verlagsbuchhandlung, die als einer der ältesten und zugleich bedeutendsten geisteswissenschaftlichen Verlage der Welt gilt, anvertraut.
Zusammen pflegen die Georg Olms AG und die Weidmannsche Verlagsbuchhandlung über 30 Fachgebiete in ständiger Zusammenarbeit mit Gelehrten und Bibliothekaren. Rund 30 Mitarbeiter betreuen die Werke für internationale Autoren und Herausgeber. Die monatliche Fertigung der Erstveröffentlichungen beträgt 20 bis 25 Titel. Mit seinen insgesamt 12.000 lieferbaren Bänden bietet Olms unter anderem auch eines der international größten wissenschaftlichen Reprintprogramme sowie unter dem Namen Olms Online Datenbanken und E-books. Seit 2007 bereichern unter dem Imprint Kollektion OLMS junior Kinder- und Jugendbücher für verschiedene Ziel- und Altersgruppen das Programm, wobei ihr besonderes Augenmerk der Reihe »BiLi - Zweisprachige Sachgeschichten für Kinder« gilt.
Trotz aller globalen Herausforderungen und Aufgaben – u.a. zahlreiche Großprojekte in Zusammenarbeit mit arabischen und chinesischen Autoren – ist der Verlag doch fest in Hildesheim verwurzelt. So erschien 2009 die Dokumentation zu 100 Jahre Stadttheater, seit 1991 in Zusammenarbeit mit der HAWK die Hildesheimer Schriften zur Sozialpädagogik und Sozialarbeit und mit dem örtlichen Institut für Geschichte unter der Leitung von Prof. Michael Gehler werden die Historischen Europa-Studien herausgegeben. In der Reihe Veröffentlichungen des Landschaftsverbandes Hildesheim erscheinen zahlreiche Bücher zur Hildesheimer (Kirchen-)geschichte, u.a. die kenntnisreiche Studie des Hildesheimer Historikers Manfred Overesch St. Michael, Gottes Stadt und Bernwards Burg. Zuletzt erschienen sind die Erzählungen Bernward von Hildesheim und "Das goldene Dach zu Hildesheim" von Schriftstellerin Antoine Haupt. Die bilderreiche und manchmal an mittelalterlichen Sprachgebrauch erinnernde Diktion der Autorin und ihre detaillierten Beschreibungen und lebendig ausgestalteten Gesprächsszenen lassen die Atmosphäre einer längst vergangenen Zeit anschaulich wiedererstehen und sorgen für ein  abwechslungsreiches Lesevergnügen.
Interessierte Leser finden weitere Informationen zum Verlag auf www.olms.de Alle Bücher des Verlages sind im örtlichen Buchhandel zu bestellen oder können auch vor Ort im Verlagshaus erworben werden.
Georg Olms Verlag, Hagentorwall 7, 31134 Hildesheim, Tel.: 05121-150 10, Fax: 05121-150 150, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!