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„Hand-Werk“ im MichaelisQuartier – Restaurant „Die Insel“

(Stadtteilzeitung MQ August 2016 - Redaktion)

In der Vortragsreihe „Hand-Werk im MichaelisQuartier“ präsentieren verschiedene Einrichtungen im Stadtteil ihr „Hand-Werk“. Nachstehend wird über das Restaurant „Die Insel“  (Dammstraße 30) berichtet. Interviewpartner waren die Eigentümer und Betreiber Martina und Berthold Jämmrich (MJ&BJ), später auch die Juniorpartnerin Stefanie Bienert (SB). Das Interview führte Dieter Goy (DG) in Begleitung von Dr. Heinz-Joachim Tute (Dr. H-JT).

DG: Zunächst eine Frage zur Klarstellung: laut Ihrer Visitenkarte heißt Ihr Haus „Die Insel“, mir ist es aber als „Insel Café“ geläufig. Wie ist das erklärbar?


MJ&BJ: Naja, so hieß es früher einmal, vor unserer Zeit. Der reine Begriff „Café“ trifft nicht unser Angebot als Restaurant der „Insel der feinen Küche“. Manchmal halten sich Namen lange in Erinnerung.

DG: Da sind wir schon bei der Historie: wie ist es dazu gekommen, dass Sie heute eine so schöne Einrichtung im MQ betreiben?
MJ&BJ: Das war Liebe auf den ersten Blick. Auf dem Weg mit dem Fahrrad zur Andreaspas-sage, wo wir bereits ein Restaurant betrieben, begeisterte uns die einzigartige Lage des Insel Cafés. Als sich 1990 die Möglichkeit zur Übernahme bot, griffen wir zu! Später bauten wir um und 2007 wurde der Anbau mit Wintergarten realisiert.

DG: Sie können so ja schon auf eine längere Tradition zurück blicken. Welches Konzept steht dahinter?
MJ&BJ: Wir bieten deutsche Küche, mittags und abends, in gut bürgerlicher, solider Traditi-on. Natürlich kommen auch Kuchenfreunde zu ihrem Recht, insofern passt der Name Cafe-Restaurant sehr gut zu uns.

DG: Wie sieht es mit besonderen Spezialitäten in Ihrem Angebot aus?
MJ&BJ: Wild! Reh- und Damwild sowie Schwarzwild aus der Region vom jeweiligen Jagd-pächter, fein zubereitet!

DG: „Die Insel“ bietet einen schönen Blick auf die Innerste Anlagen. Wer sind Ihre Gäste?
MJ&BJ: Sie kommen hauptsächlich aus der Region Hildesheim, so etwa 50 km im Umkreis.
Durch die inzwischen internationale Aufmerksamkeit auf das Hildesheimer Weltkulturerbe registrieren wir vermehrt auch Gäste aus dem fernerem In- und Ausland.

DG: Gibt es weitere Besonderheiten, auf die Sie gern hinweise möchten? Oder sogar einen Slogan?
MJ&BJ: Unser Slogan „Urlaub à la carte” auf der „Insel der feinen Küche” beantwortet sicher Ihre Frage.

DG: Sind Sie mit Ihrem Umfeld zufrieden?
MJ&BJ: Nun ja, wir könnten mehr Parkraum für die Gäste gebrauchen, zumal das Anwoh-nerparken im Revier hier mehr Druck ausübt. Manchmal mehr Wasser wäre auch schön. Das Umfeld kann sicher anders gestaltet werden, hat aber keinen direkten Einfluss auf unser Restaurant. Als solider Betrieb pflegen wir gute Beziehungen zu unserer Nachbarschaft.

DG: Wie sieht die Zukunft aus?
MJ&BJ: Wir wollen noch ganz lange Jahre nach dem gleichen Konzept arbeiten wie heute, Modernisierungen natürlich nicht ausgeschlossen. Das ist auch schon im Innenverhältnis gesichert: wir dürfen hier unsere Juniorpartnerin vorstellen: Stefanie Bienert (sie kommt jetzt hinzu) ist bereits seit 11 Jahren an Bord und garantiert unsere Zukunft!
SB: Ja, das kann ich voll bestätigen! Ich fühle mich sehr wohl hier, bin sozusagen verpflichtet als Teil des Unternehmens.

DG: Haben Sie Wünsche an die Stadt?
MJ&BJ: Zurzeit eigentlich keine, auch wenn Verschönerungen im Umfeld gern angenommen werden.
Dr. H-JT: Ich könnte mir schon vorstellen, dass durch kleine Maßnahmen das Stadtbild in diesem wichtigen Bereich verbessert werden kann. Ich denke da an die Pflanzinseln, den Blick aufs Wasser, Fassaden auf dem Weg hierhin. Vielleicht über Patenschaften.

DG: Ich danke allen Beteiligten für das angeregte Gespräch!