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„Wohnen & Leben im MichaelisQuartier“

(Stadtteilzeitung MQ April 2016 - Redaktion)

Karl Scheide – ein sportlicher Mensch im Quartier

Mit der Vortragsreihe „Wohnen und Leben im MichaelisQuartier geben Bewohnerinnen und Bewohner Einblicke, Eindrücke, Geschehnisse, Alltägliches und vieles mehr aus ihrem Stadtteil wieder. Für dieses Porträt wurde Karl Scheide interviewt. Er wohnt seit 1980 in einer ganz idyllischen Ecke des Viertels. Seinen Alltag belebt und genießt er durch intensive sportliche Aktivitäten.

Herr Scheide, seit wann leben Sie hier im Michaelisviertel?
Ab 1978 haben wir zunächst 18 Monate in die Renovierung und den Umbau des Reihenhauses investiert. Dabei wurden sehr viele Arbeiten durch Eigenleistung erledigt: Fenster, Türen, Heizung, Dachausbau und sonstige Innenarbeiten. 1980 konnten wir den Einzug feiern und uns hier wohl fühlen.



Gibt es etwas, was Sie im Michaelisquartier vermissen oder was Ihnen nicht so gut gefällt?
Wie viele Anwohner des Viertels vermissen wir ausreichend Parkplätze. Doch dafür wohnen wir in einer idyllischen Gegend, was die unglückliche Parksituation relativiert. Als sehr unangenehm stellen wir fest, dass ein verantwortliches Handeln vieler Hundebesitzer fehlt: Leider achtet kaum einer auf die Entsorgung des Hundekots. Schauen Sie sich doch nur einmal die Bereiche um die gepflanzten Bäume herum an.

Herr Scheide, was schätzen Sie besonders am Leben im Michaelisviertel?
Die kurzen Wege in die Innenstadt sind ideal. Man kann fast alles zu Fuß erledigen. Gleich-zeitig ist man nach kurzer Zeit in hervorragenden Grünanlagen: Magdalenengarten, Kahlenberger Graben, Innerste, Hagentorwall und Seniorengraben. Auch die Nähe zu den Welterbestätten, wie dem Mariendom (Dommuseum und Domschatz) und der St. Michaeliskirche, hat seinen besonderen Reiz.

Herr Scheide, bei dem Projekt „Häuser erzählen“ konnten Sie auf den Vorstellungsabenden die Informationen oft durch historische Begebenheiten bereichern. Erzählen Sie!
Ich bin ein gebürtiger Hildesheimer. Durch Elternhaus und Schule wurde ich mit Heimatkunde und Geschichte vertraut gemacht. In meiner Kindheit war es sonntags üblich, dass wir nach dem Kirchgang mit unserer Mutter ins Museum gingen (Sonntag war der Eintritt frei!). Daher rührt sicherlich noch mein heutiges Interesse.  

Sie bereichern Ihren Alltag durch intensive sportliche Aktivitäten. Welche sind das?
Der Morgen fängt mit Yoga statt Morgengymnastik an. Im Laufe des Tages kommen dann diverse Einheiten aus unserem „Sportprogramm“ hinzu: Laufen, Wandern, Radfahren oder Übungen für das Sportabzeichen, das ich im letzten Jahr zum 50. Mal erworben habe, natürlich „Gold“.

Was bewegt Sie dazu, sich in Ihrem Alter noch bei Leichtathletik-Meisterschaften - z. B. Hal-lenweltmeisterschaften - mit Konkurrenten zu messen?    
In der Umgebung von Nichtrauchern fühle ich mich schon immer am wohlsten. Diese Gesellschaft finde ich unter Leichtathleten, wo man selten Raucher trifft. Zudem kamen wegen meiner Brille Ballspielarten kaum in Frage. Da ich nie mit dem Sport aufgehört habe, versuche ich auch jetzt noch, ein gewisses Leistungsniveau zu halten bzw. zu erreichen. Zusätzlicher Ansporn ergibt sich durch die zu erreichenden Normen bei der Teilnahme an nationalen Meisterschaften des DLV (Deutscher Leichtathletik Verband). Es ist schon eigenartig, dass es für internationale Meisterschaften diese Normausschreibungen nicht gibt. Auch die gewonnene Lebensfreude und das Treffen von Gleichgesinnten bedeutet zusätzliche Motivation.