Werbung MWC

Erste Fassadensanierung im Michaelsviertel
ist erfolgreich abgeschlossen

Ihre Stadtteilzeitung berichtet aus Ihrem Umfeld über das Stadtumbaugebiet Michaelisviertel. Erste Projekte sind in konkreter Planung oder bereits umgesetzt, hier erhalten Sie einen Überblick. Wir, das „Stadtumbaumanagement“, wollen, dass Sie mitreden, Anregungen geben und – wenn Sie möchten – sich engagieren und einbringen.

 

Haben Sie interessante Beiträge dazu, alte Fotografien oder Texte, Ideen zu Veranstaltungen? Gewerbetreibende können diese Seite auch gerne zu Werbezwecken nutzen und damit zur Finanzierung beitragen.

Die erste Maßnahme im Rahmen des Förderprogramms „Stadtumbau West“ ist abgeschossen. Der Eigentümer des Gebäudes Ritterstraße 12 hat die Fassadensanierung in Abstimmung mit der Stadt Hildesheim durchgeführt. Herr Ginzel berichtet in einem kurzen Interview von der ersten Idee bis zur Fertigstellung des Vorhabens.

Wie sind Sie auf das Förderprogramm aufmerksam geworden?
Ich beabsichtigte bauliche Maßnahmen an meinem Haus vorzunehmen und erkundigte mich vorab über die rechtlichen Möglichkeiten im Stadtplanungsamt. In einem Gespräch habe ich von dem Städtebauförderprogramm „Stadtumbau West“ im Michaelisviertel und dessen Inhalte und Ziele erfahren. In dem Gespräch wurden die Möglichkeiten einer Förderung erörtert und in einem späteren Besichtigungstermin vor Ort vertieft.

Welche Unterlagen waren nötig für den Förderantrag?
Bevor die Zusammenstellung der notwendigen Unterlagen ein Thema war, waren mehrere Gespräche mit der Stadt erforderlich. Man musste ja erst einmal eine gemeinsame Zielsetzung finden. Als ein Einvernehmen über den Umfang der förderfähigen Sanierungsmaßnahmen bestand, wurden Gestaltungsvorschläge Dritter erarbeitet, eine Kostenschätzung vorgenommen und eine Projektbeschreibung

verfasst. Diese waren dann Grundlage für einen Fördervertrag. Das zuvor eher gesichtslose und unstrukturierte Gebäude steht in der Sichtachse zwischen Dammstraße und St. Magdalenen. Das Erdgeschoss gliedert nun die Fassade. Die Einteilung der Fenster mit Ergänzung der alten Stuckelemente wertet das Gebäude auf.

Worin bestand die Unterstützung seitens der Stadt?
In den Beratungsgesprächen wurden gestalterische Möglichkeiten diskutiert. Mit Hilfe der Mitarbeiter der Stadt wurden Recherchen betrieben. Wie hat das Gebäude ursprünglich einmal ausgesehen, gab es eine andere Fenstereinteilung oder welche Farben und Materialien wurden in der Vergangenheit
verwendet. Weiterhin wurden gemeinsam Ideen entwickelt, der Kontakt zu Studenten (Entwicklung eines Farbkonzeptes) und weiteren Eigentümern hergestellt, die bereits Erfahrungen mit Modernisierungsmaßnahmen gemacht haben. So ist ein Informationsnetzwerk und reger Austausch für Modernisierungsinteressierte entstanden.

Welche Initiativen sind von Eigentümern zu erbringen?
In meinem Fall bin ich von der ursprünglichen Idee von dem Ausbau einer Dachterrasse zu einer Komplettsanierung meiner Fassade gelangt. Ich denke eine wichtige Voraussetzung war, dass ich den Dingen erst einmal offen gegenüberstand und im Verlauf der gemeinsamen Gespräche eine für alle vertretbare zufriedenstellende Alternative gefunden werden konnte. Die Inanspruchnahme von Fördermitteln setzte eine eigene Investitionsbereitschaft voraus. Die Abstimmung und Überwachung mit den Fachfirmen während der Baumaßnahme hat mir große Freude bereitet. Hilfreich war die Rückkopplung mit einem Architekturbüro.

Welche Erfahrungen können Sie anderen Interessierten mit auf den Weg geben?
Ich freu mich mit meiner Familie an der gelungenen Sanierung unserer Fassade. Es lohnt sich in jedem Fall, das Gespräch mit den Mitarbeitern der Stadtsanierung der Stadt Hildesheim und des Stadtumbaumanagements zu führen. Große Unterstützung habe ich zu planungsrechtlichen oder gestalterischen Fragen erfahren. Dabei war die Kontaktaufnahme zu Dritten (andere Eigentümer und Akteure) hilfreich und die Informationen über Voraussetzungen der Inanspruchnahme von Fördermitteln.

Was ist Ihr Fazit zur Stadterneuerung und für Ihr Projekt?
Das Förderprogramm bietet viele Möglichkeiten und die Einbindung interessierter Bewohner bereits im Planungsprozess. Mit der Fassadensanierung des Gebäudes in der Ritterstraße konnte ich mit Unterstützung Dritter einen Beitrag zur Verbesserung des Stadtbildes leisten. Dies könnte eine Impulswirkung für weitere Fassadensanierungen auslösen. Gern stehe ich anderen Interessierten für Auskünfte zur Verfügung (erreichbar über das Stadtumbaumanagement).